Zypern: Anstieg des Amphetamin- und Methamphetamin-Konsums laut Abwasseranalyse

Laut einer Studie des SCORE-Netzwerks in Zusammenarbeit mit der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) wurde in Städten auf Zypern im Jahr 2025 ein deutlicher Anstieg des Konsums von Amphetamin und Methamphetamin verzeichnet.
Die europaweite Studie analysierte städtisches Abwasser in 25 Ländern (115 Städten), darunter Zypern. Die Ergebnisse wurden in einer gemeinsamen Erklärung der zypriotischen Nationalen Suchtbehörde und der Universität Zypern vorgestellt.
Während Zypern im Vergleich zum europäischen Durchschnitt immer noch einen geringeren Konsum psychoaktiver Substanzen aufweist, deuten die Daten auf eine Veränderung des Konsummusters hin, mit steigenden Trends bei bestimmten Substanzen und starken lokalen Unterschieden, insbesondere in städtischen und touristischen Zentren.
Konkret gab es einen Anstieg des Amphetaminkonsums um 260 % in Limassol und um 258 % in Ayia Napa. Auch beim Methamphetaminkonsum wurden in Ayia Napa (287 %) und Larnaka (115 %) große lokale Anstiege verzeichnet.
Der Kokainkonsum stieg in Larnaka (93 %), sank aber in Limassol (-66 %). Der Cannabiskonsum stieg im Zeitraum 2024–2025 in allen Provinzen, wobei Nikosia und Limassol die größten Anstiege verzeichneten.
Der Präsident der zypriotischen Nationalen Suchtbehörde, Dr. Christos Minas, betonte die Bedeutung der Epidemiologie der Abwasseranalyse für die Überwachung von Trends beim Konsum psychoaktiver Substanzen.