Aserbaidschaner in Zypern wegen Spionage verhaftet: Überwachung und Ziele

Ein aserbaidschanischer Staatsbürger mit britischem Pass wurde in Zypern wegen Spionagevorwürfen festgenommen. Die Verhaftung wurde von den zypriotischen Sicherheitsbehörden in Zusammenarbeit mit einer ausländischen Behörde durchgeführt.
Berichten zufolge wurde der Verdächtige von Agenten überwacht, um seine genauen Bewegungen festzustellen. Ein Beamter des Crime Investigation Department Headquarters sagte vor dem Bezirksgericht Limassol aus, dass der aserbaidschanische Staatsbürger physisch überwacht wurde.
Die Überwachung ergab, dass die verhaftete Person beabsichtigte, Informationen gegen westliche Interessen zu sammeln und sich an der Planung eines Terroranschlags zu beteiligen. Er besuchte den Luftwaffenstützpunkt Andreas Papandreou in Paphos kurz nach der Ankunft amerikanischer Transportflugzeuge und Marinesoldaten am 20. Juni.
Der aserbaidschanische Staatsbürger, von dem angenommen wird, dass er im Auftrag der iranischen Revolutionsgarden handelte, reiste mit dem Bus von Limassol nach Paphos und mietete ein Auto für seine Bewegungen. Er wohnte in Zakaki, in der Nähe der britischen Stützpunkte von Akrotiri, und trug eine hochauflösende Kamera und drei Mobiltelefone bei sich.
Die Behörden untersuchen auch eine mögliche Verbindung zu dem Fall des 26-Jährigen, der wegen Spionage auf dem Marinestützpunkt Souda verhaftet wurde. Gegen den aserbaidschanischen Staatsbürger wird wegen Terrorismus, Spionage, Verschwörung zur Begehung eines Verbrechens und Teilnahme an Verbrechen ermittelt.
Die Verhaftung des aserbaidschanischen Staatsbürgers wurde in Medien in Israel, Großbritannien und Iran gemeldet. Israelische Medien berichteten, dass die verhaftete Person einen Angriff auf israelische Bürger in Zypern plante.