Tragödie in Chios: 23 Verletzte im Krankenhaus, Schleuser vor Gericht

Nach dem Schiffsunglück befinden sich weiterhin 23 Verletzte im Krankenhaus von Chios. Ein Marokkaner, der als Schleuser identifiziert wurde, wurde dem Staatsanwalt vorgeführt.
Die Suche nach Vermissten wird aus der Luft und auf See fortgesetzt. Laut dem Krankenhausdirektor, Tsakiris Christou, gehören zu den Verletzten 22 Afghanen und ein Küstenwachenbeamter.
Das Schifffahrtsministerium hat eine Untersuchung der Ursachen der Kollision zwischen dem Schiff der Küstenwache und dem Boot, das die Migranten transportierte, angeordnet. Der Schleuser soll Signale der Küstenwache ignoriert haben, was zur Kollision und zum Kentern des Bootes führte.
Unter den Verletzten befinden sich 10 Kinder bis 15 Jahre. Zwei schwangere Frauen verloren ihre ungeborenen Kinder.
Ein Taucher, Herr Kyrythras, beschrieb die tragische Situation und gab an, dass er 12 Leichen aus dem gesunkenen Boot geborgen habe.
Das Schiff der Küstenwache verfügte über eine Wärmebildkamera, die jedoch nicht verwendet wurde, da das Migrantenboot bereits visuell lokalisiert worden war.