Alfred Hitchcock: Die Wahrheit über den 'sadistischen Tyrannen'

Neue Forschungen stellen das Bild von Alfred Hitchcock als 'sadistischen Tyrannen' in Frage und argumentieren, dass sein Ruf auf persönlichen Animositäten und Übertreibungen beruht. Anlässlich des hundertsten Jahrestages seines ersten Films wird das Erbe des Regisseurs neu untersucht.
Der Biograf Donald Spoto, der zur Gestaltung von Hitchcocks dunklem Ruf beigetragen hat, scheint ein schwieriges Verhältnis zu dem Regisseur gehabt zu haben, was seine Darstellung beeinflusste. Auch Geschichten über missbräuchliches Verhalten am Set werden in Frage gestellt, wie der Vorfall mit den Handschellen in 'Die 39 Stufen'.
Tippi Hedren, eine Schauspielerin, die mit Hitchcock zusammengearbeitet hat, bezeichnete Spotos Erkenntnisse als Bestätigung für Hitchcocks missbräuchliches Verhalten. Andere Zeugenaussagen deuten jedoch darauf hin, dass Hitchcock unorthodoxe Methoden anwandte, um bessere Leistungen von seinen Schauspielern zu erzielen.
Tony Lee Morals Buch 'A Century of Hitchcock: The Man, the Myths, the Legacy' untersucht die Komplexität von Hitchcocks Persönlichkeit und wie sein Erbe im Laufe der Zeit interpretiert wurde.