Aristoteles: Die Bedeutung des Tastsinns in der Wahrnehmung

In seinem Werk "Über die Seele" betont Aristoteles die Bedeutung des Tastsinns als grundlegenden Sinn. Dr. Elsa Nicolaidou, eine Gelehrte des Werkes von Aristoteles, weist darauf hin, dass Aristoteles den Tastsinn als den ersten Sinn ansah, der in allen Lebewesen vorhanden ist.
Aristoteles verbindet den Tastsinn mit dem Geschmackssinn und erkennt, dass "das Schmeckbare etwas Greifbares ist". Er untersucht gründlich das sensorische Organ des Tastsinns und fragt, ob es die Haut oder etwas Ähnliches bei Tieren ist, die keine Haut haben. Er weist auf die Gegensätze hin, die das Greifbare einschließt, wie heiß-kalt und trocken-feucht.
Im dritten Buch von "Über die Seele" kommt Aristoteles zu dem Schluss, dass der Tastsinn für das Überleben notwendig ist. Ohne ihn sterben Tiere. Die anderen Sinne, wie Sehen und Hören, existieren "nicht für das Sein, sondern für das Wohlergehen".
Beim Tastsinn geht es nicht nur um den Kontakt mit anderen, sondern auch um die Wahrnehmung der Umwelt, den Erwerb von Informationen und die Wahl des Nützlichen gegenüber dem Schädlichen. Dr. Nicolaidou betont, dass die Erforschung des Tastsinns für das Verständnis des Lebens und seiner grundlegenden Funktionen unerlässlich ist.
Dr. Elsa Nicolaidou ist die Autorin der Bücher "Die Philosophie des Glücks: Lebe besser, indem du die alten Philosophen liest" (Metaichmio, 2025) und "Philosophie für alle: Warum die alten Philosophen lesen" (Metaichmio, 2022).