Prophezeiung aus dem 16. Jahrhundert über die 'Rückgewinnung der Stadt' und ihre Verbindung zu Zypern

Eine Studie in der Byzantinische Zeitschrift hob das Vaticinium de restitutione Constantinopoleos hervor, eine Prophezeiung aus dem 16. Jahrhundert, die die Hoffnung der Griechen auf die 'Rückgewinnung der Stadt' und die Wiederherstellung Konstantinopels zum Ausdruck brachte.
Die Prophezeiung, geschrieben in mittelalterlichem Griechisch, verkündet: 'Καὶ λήψεται ὁ βασιλεὺς τὴν πόλιν, ἐν ὀνόματι τοῦ Κυρίου,' und 'Ἐκ Δυσμῶν ἐλεύσεται βοήθεια καὶ ἀναστήσει τὸ γένος τῶν Ῥωμαίων,' was auf göttliche Intervention und Hilfe aus dem Westen hindeutet.
Forscher betonen, dass solche Prophezeiungen als politische und psychologische Waffe dienten, Hoffnung gaben und die kollektive Identität stärkten.
Nach der osmanischen Eroberung Zyperns im Jahr 1571 fanden ähnliche Texte einen fruchtbaren Boden. Der Glaube, dass 'die Stadt wieder griechisch wird', war mit der Hoffnung auf die Befreiung Zyperns verbunden. Gelehrte und Kleriker nutzten diese Prophezeiungen, um die Moral der Gläubigen zu stärken.
Die Studie unterstreicht, dass das Vaticinium de restitutione Constantinopoleos den Mythos der 'Rückgewinnung der Stadt' verkörpert, ein starkes Element des historischen Gedächtnisses der Griechen unter dem Osmanischen Reich. In Zypern war diese Tradition mit dem nationalen Erwachen und dem Streben nach Enosis verbunden.