Griechische Kaffeepreise erreichen 45-Jahres-Hoch

Griechische Verbraucher sind mit steilen Preiserhöhungen für ihre tägliche Tasse Kaffee konfrontiert, wobei die Kosten im vergangenen Jahr um fast 19 % gestiegen sind und die Futures ein Niveau erreicht haben, das seit fast einem halben Jahrhundert nicht mehr erreicht wurde. Experten warnen, dass sich dieser Trend so schnell nicht abschwächen wird.
Kaffeeliebhaber in Griechenland sind hart getroffen, da die Einzelhandelspreise für Kaffee laut der griechischen Statistikbehörde zwischen August 2024 und August 2025 um 18,5 % gestiegen sind.
Warum die Preise steigen:
- Internationale Märkte: Die Preise für Arabica- und Robusta-Bohnen haben aufgrund des Klimawandels, schlechter Ernten in wichtigen Produktionsländern und globaler geopolitischer Spannungen ein 45-Jahres-Hoch erreicht.
- Lokale Steuern: Griechenland erhöht die Belastung durch eine spezielle Verbrauchssteuer und einen der höchsten Mehrwertsteuersätze in Europa für Kaffee.
- Spekulation: Die Terminkontrakte für Kaffee sind seit Anfang August um 50 % gestiegen, da Händler auf ein geringeres Angebot setzen.
Die anhaltende Dürre in Brasilien hat die Produktion stark reduziert, während US-Zölle auf südamerikanische Importe und schrumpfende globale Lagerbestände die Aussichten nur verschlimmert haben.
Da die Preise in Cafés steigen, greifen immer mehr Griechen zu billigeren Alternativen wie Supermarktkaffee für die Zubereitung zu Hause oder reduzieren den Konsum ganz.
Analysten gehen davon aus, dass der Aufwärtsdruck in den kommenden Monaten kaum nachlassen wird.