Mindestlohnerhöhung: Auswirkungen auf KMU und Kostentoleranz

Die Mindestlohnerhöhung in Griechenland stellt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor Herausforderungen. Sie kurbelt zwar den Konsum an, erhöht aber auch die Betriebskosten.
Laut europäischen Daten führt eine Bruttoerhöhung von 50 Euro zu einer Nettoerhöhung von 38-40 Euro für den Arbeitnehmer, wobei 70%-90% in den Konsum fließen. Dies kommt der Wirtschaft zugute, da etwa 20%-24% über die Mehrwertsteuer an den Staat zurückfließen.
Für KMU sind die Kosten jedoch komplex. Sie umfassen Arbeitgeberbeiträge und Überstundenzuschläge. Ein kleines Einzelhandelsgeschäft mit zwei Mitarbeitern kann einen monatlichen Kostenanstieg von 120-130 Euro verzeichnen, was jährlich 1.500 Euro entspricht.
In der Gastronomie und im Tourismus verschärfen Zuschläge und Saisonalität das Problem. Ohne Unterstützung für KMU kann die Mindestlohnerhöhung Beschäftigung und Investitionen verlangsamen.