Demografisches Problem: Reichen Steuersenkungen aus?

Das demografische Problem in Griechenland ist weiterhin ein bedeutendes Problem, da die Bevölkerung in 13 Jahren um 500.000 Menschen zurückgegangen ist. Die Geburtenraten sind drastisch gesunken und erreichten 2023 72.300, etwa die Hälfte des Durchschnitts der beiden Jahrzehnte von 1951 bis 1970.
Premierminister K. Mitsotakis räumte ein, dass das demografische Problem ein langfristiges Problem ist, das die gesamte westliche Welt betrifft, nicht nur Griechenland. Die Regierung hat eine Geburtenbeihilfe eingeführt und die Gutscheine für Kindergärten erhöht, erkennt jedoch an, dass dies nicht ausreicht.
Während der 89. Internationalen Messe von Thessaloniki (DEΘ) kündigte die Regierung Steuersenkungen und eine Nullsteuer für junge Menschen bis 25 Jahre an. Konkret werden die Steuersätze um 2 Prozentpunkte gesenkt, und für junge Menschen bis 25 Jahre mit einem Einkommen bis zu 20.000 Euro wird eine Nullsteuer eingeführt.
Die Maßnahmen werden jedoch kritisiert, da ein großer Teil der jungen Menschen arbeitslos ist oder in flexiblen Beschäftigungsformen arbeitet. Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Förderung von 13-Stunden-Arbeitstagen den Bemühungen zur Stärkung der Familie widerspricht.
Es sind tiefgreifende Reformen in Bezug auf Arbeit und Sozialleistungen erforderlich, wie z. B. menschenwürdige Löhne, öffentliche und kostenlose Kindergärten, soziale Sicherheit und Lösungen für das Wohnungsproblem.