Einkommen: Der lange Weg zur Konvergenz mit dem europäischen Durchschnitt

Trotz Anzeichen von Wachstum fühlen sich die Griechen wirtschaftlich unsicher. Die Einkommen steigen, aber die Kluft zum europäischen Durchschnitt bleibt groß.
Laut Eurostat lag die Kaufkraft der Griechen im Jahr 2024 30 % unter dem europäischen Durchschnitt, was Griechenland auf den vorletzten Platz in der EU brachte, über Bulgarien.
Wirtschaftsanalysten weisen auf ein chronisches Ungleichgewicht zwischen Produktivitätswachstum und Arbeitsentgelt hin. Die griechische Wirtschaft weist eine geringere Produktivität auf als der europäische Durchschnitt.
Die Rezession des letzten Jahrzehnts führte zu einem Rückgang der Einkommen. Hohe indirekte Steuern und Preiserhöhungen bei Grundgütern verschärfen die Situation.
Experten schätzen, dass die Konvergenz mit dem europäischen Durchschnitt mehr als 10 Jahre, vielleicht sogar 15 Jahre, erfordert, mit hohen Wachstumsraten von über 2 % und verbesserter Produktivität.
Die Prognosen für den Zeitraum 2026-2027 deuten auf positive Wachstumsraten hin, die durch Investitionen, einen höheren privaten Konsum und einen geringeren öffentlichen Schuldenstand gestützt werden.
Die griechische Wirtschaft ist jedoch hauptsächlich auf europäische Mittel und die Inlandsnachfrage angewiesen und nicht auf ein neues Produktionsmodell.