EZB: Stablecoins, nicht Dollar, bedrohen den Euro

Beamte der Europäischen Zentralbank (EZB) äußern Bedenken, dass die Vorherrschaft des Euro nicht durch den Dollar, sondern durch den Aufstieg von an den Dollar gekoppelten Stablecoins bedroht wird.
Laut POLITICO könnte die zunehmende Akzeptanz von Stablecoins die Vorherrschaft des Dollars im globalen Finanzsektor festigen und die Kontrolle der EZB über die Wirtschaft der Eurozone schwächen.
Christine Lagarde hat die europäischen Staats- und Regierungschefs aufgefordert, die Rolle des Euro zu stärken, während die EZB die Einführung eines digitalen Euro als Antwort auf die Bedrohung durch ausländische digitale Währungen erwägt.
Jürgen Schaaf, ein EZB-Berater, warnte davor, dass die weitverbreitete Verwendung von USD-gestützten Stablecoins die Kontrolle der EZB über die monetären Bedingungen schwächen könnte.
Unter Ökonomen gibt es Uneinigkeit über die Unterstützung von Stablecoins, wobei einige vorschlagen, den Euro als sicheren Vermögenswert zu stärken.
Ökonomen wie Kenneth Rogoff schätzen, dass der Dollar Marktanteile an den Renminbi und den Euro verlieren wird, während die Verschlüsselung in der Schattenwirtschaft Anteile gewinnt.