Olivenöl: Historischer Preisverfall – Die veränderlichen Faktoren

Nach zwei Jahren geringer Produktion tritt der europäische Olivenölmarkt ab der Saison 2024/25 in eine Phase der Dekompression ein. Die Erholung der Produktion in Ländern wie Spanien und Griechenland hat zu einem Preisverfall, einem Anstieg der Exporte und einer Erholung des Konsums geführt.
Allerdings bleiben die Wetterbedingungen und die geopolitischen Entwicklungen entscheidende Faktoren für die Marktstabilität. Trotz positiver erster Schätzungen für die Olivenerntesaison 2025/26 werfen die jüngsten Hitzewellen in Spanien und Portugal Zweifel auf.
Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) wird erwartet, dass die weltweite Olivenölproduktion im Jahr 2025/26 um 9,5 % auf 3,01 Millionen Tonnen sinken wird. Die Produktion in der Europäischen Union stieg im Jahr 2024/25 um 37 % auf 2,1 Millionen Tonnen, aber für den nächsten Zeitraum wird ein Rückgang von 4,76 % erwartet.
Die Preise für natives Olivenöl extra in Spanien fielen von 903 Euro pro 100 kg im Januar 2024 auf 350 Euro pro 100 kg im Juni 2025. Spanien verzeichnete einen Produktionsanstieg von 66 %, Griechenland einen Anstieg von 43 %. In Italien war ein Rückgang von 25 % zu verzeichnen.
Es wird erwartet, dass die EU-Exporte für 2024/25 um 25 % auf 760.000 Tonnen steigen werden, wobei die Aktivitäten in Richtung USA, Kanada, Australien und China zunehmen. Es wird erwartet, dass der innergemeinschaftliche Verbrauch wieder den Durchschnitt von 1,4 Millionen Tonnen erreicht.