EZB-Umfrage: Warum Europäer immer noch Bargeld bevorzugen

Laut einer aktuellen EZB-Umfrage ist Bargeld in Europa nach wie vor beliebt und in 14 der 20 Eurozonenländer das häufigste Zahlungsmittel. Trotz der Zunahme digitaler Zahlungen wurden im Jahr 2024 52 % der Transaktionen in der Eurozone mit Bargeld getätigt.
Die Umfrage, an der 40.000 Personen teilnahmen, ergab, dass Verbraucher Bargeld aus Gründen wie Anonymität (41 %), besserer Ausgabenverwaltung (35 %) und sofortigem Transaktionsabschluss (30 %) bevorzugen. 28 % gaben an, dass Bargeld in mehr Fällen akzeptiert wird.
Der Bargeldverbrauch ist von Land zu Land unterschiedlich, wobei Griechenland leicht über dem Durchschnitt liegt (54 %). Süd- und Osteuropa scheinen stärker auf Bargeld angewiesen zu sein, während die Niederlande und Finnland die niedrigsten Raten aufweisen.
Wertmäßig machen Bargeld 39 % der Transaktionen in der Eurozone aus, wobei Griechenland in der mittleren Kategorie liegt (42 %).
Die EZB hat den europäischen Bürgern empfohlen, Bargeld für Notfälle bereitzuhalten, da sie dessen Nützlichkeit in Krisenzeiten wie der Coronavirus-Pandemie und der griechischen Schuldenkrise erkannt hat.