Europa rudert zurück: Verbrenner-Verbot gekippt

Die Europäische Kommission hat das Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren ab 2035 faktisch aufgegeben und damit chinesischen Elektroautoherstellern Auftrieb verschafft. Ford Motor Co. kündigte außerdem Belastungen in Höhe von 19,5 Milliarden US-Dollar an, was einen Rückzug von seiner Elektrofahrzeugstrategie signalisiert.
Analysten sagen, dass die Verzögerung des Übergangs zu Elektrofahrzeugen in den USA und Europa chinesischen Herstellern die Möglichkeit gibt, ihre Vorherrschaft zu festigen. Unternehmen wie BYD Co. und Xiaomi Corp. machen rasche Fortschritte in der Technologie, während Ford Pläne für elektrische F-Series-Trucks aufgibt.
Daniel Kollar von der Intralink Group erklärte, dass die USA und die EU die Lücke nicht schließen können und dass die Automobilhersteller Elektrofahrzeuge anbieten müssen, die den lokalen Bedürfnissen entsprechen. BNEF prognostiziert, dass der weltweite Absatz von Elektroautos im Jahr 2026 um 16 % auf 25,4 Millionen Fahrzeuge steigen wird.
Europa ist ein Schlüsselmarkt für chinesische Elektrofahrzeugmarken. Obwohl der Rückzug vom Verbrennerverbot die Nachfrage beeinträchtigen könnte, haben chinesische Autos laut Yale Zhang immer noch Spielraum, um wettbewerbsfähig zu sein.
BYD hat den Dolphin Surf in Europa für unter 23.000 Euro auf den Markt gebracht. Volkswagen AG wird die Produktion des elektrischen ID.3 in Dresden einstellen. Chinesische Hersteller stehen vor Herausforderungen wie einer Verlangsamung der Inlandsnachfrage und zunehmendem Wettbewerb.