JP Morgan: Inflationsprognosen – Werden die Preise (wieder) steigen?

J.P. Morgan Global Research prognostiziert, dass die globale Kerninflation im zweiten Halbjahr 2025 auf 3,4 % jährlich steigen wird. Es wird auch eine synchrone Verlangsamung des globalen Wachstums auf 1,4 % jährlich erwartet, hauptsächlich aufgrund von Belastungen in den USA.
Der globale Chefökonom von J.P. Morgan, Bruce Kasman, stellt fest, dass der Aufschwung im globalen Gütersektor nachlässt, während Zollerhöhungen in den USA und eine Verschlechterung der Geschäftsstimmung den Abwärtsdruck auf das Wachstum verstärken werden.
Während sich der Kostendruck in den USA konzentrieren wird, wird erwartet, dass sich die strukturelle Inflation in anderen Ländern auf unter 3 % jährlich verlangsamt, mit einem wahrscheinlichen Rückgang in Europa. J.P. Morgan erwartet eine Lockerung der Geldpolitik durch die Zentralbanken, wobei die Fed aufgrund der Stagflation vorsichtig bleibt.
In Großbritannien ist die Inflation in letzter Zeit gestiegen, was J.P. Morgan veranlasst hat, seine Prognose für die Gesamtinflation für das dritte Quartal 2025 auf 3,7 % anzuheben. In Europa wird erwartet, dass die Inflation in der Eurozone und in Schweden unter 2 % fällt.
In China bleibt das Preisumfeld schwach, mit niedriger Inflation und Deflation im Erzeugerpreisindex. In den Schwellenländern wird erwartet, dass sich die Inflation verlangsamt, was eine weitere Lockerung der Politik unterstützt.
Wichtige Punkte:
- Es wird erwartet, dass die globale Inflation im Jahr 2025 auf 3,4 % steigt.
- Verlangsamung des globalen Wachstums auf 1,4 %.
- Es wird erwartet, dass US-Zölle die Inflation beeinflussen.
- Lockerung der Geldpolitik durch die Zentralbanken.