Sozialpakt für KI: Jobrisiken in der EU

Die Europäische Union steht aufgrund des rasanten Wachstums der künstlichen Intelligenz (KI) vor wachsenden Risiken für Beschäftigung, Einkommen und sozialen Zusammenhalt. Laut Social Europe ist ein 'Sozialpakt' erforderlich, um die Auswirkungen der KI auf den Arbeitsmarkt anzugehen.
Die Akzeptanz von KI hat deutlich zugenommen: 78 % der Unternehmen nutzen sie im Jahr 2024, verglichen mit 20 % im Jahr 2017. Tools wie ChatGPT und Gemini beschleunigen die Automatisierung, was zu potenziellen Arbeitsplatzverlusten führt, insbesondere für jüngere Mitarbeiter.
Dario Amodei, CEO von Anthropic, warnt davor, dass generative KI bis zur Hälfte der Einstiegsjobs eliminieren und die Arbeitslosigkeit innerhalb von fünf Jahren um 10-20 % erhöhen könnte. Daher wird die Schaffung eines europäischen 'Sozialpakts für künstliche Intelligenz' vorgeschlagen, der mit dem Europäischen Sozialfonds verbunden ist, um Arbeitnehmer zu schützen und Fähigkeiten zu verbessern.
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Entwicklung von Sozialschutzsystemen, die Unterstützung von Umschulungen und die Förderung von 'hybrider Intelligenz' – zwischenmenschliche, kreative und interdisziplinäre Fähigkeiten. Darüber hinaus ist eine Industriepolitik erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit der EU im Bereich der KI zu stärken.
Die Europäische Union ist aufgefordert, gemeinsam zu handeln, um sicherzustellen, dass der Übergang zur KI sozial verantwortlich und inklusiv ist und Arbeitnehmer und Regionen vor den negativen Auswirkungen schützt.