Kryptowährungen: Revolution auf den Märkten durch Tokenisierung und Stablecoins

Eine neue Welle des Interesses erfasst den Bereich der digitalen Währungen, angetrieben durch die gesetzliche Klarheit in den USA in Bezug auf Stablecoins und die zunehmende Verwendung der "Tokenisierung" von Vermögenswerten. Laut The Economist schafft diese Entwicklung Erwartungen für Veränderungen im Finanzsystem.
Die kürzliche Verabschiedung des GENIUS Act durch Donald Trump am 18. Juli bietet einen regulatorischen Rahmen für Stablecoins, digitale Token, die durch konventionelle Vermögenswerte gedeckt sind. Große Finanzinstitute beeilen sich, teilzunehmen, während die "Tokenisierung" an Bedeutung gewinnt, wobei Aktien und Investmentfonds auf Blockchains gehandelt werden.
Vlad Tenev, CEO von Robinhood, glaubt, dass die neue Technologie die Grundlage für ein neues Finanzsystem bilden könnte, während Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Bedenken hinsichtlich der "Privatisierung von Geld" durch Stablecoins äußert.
Der Wert von Stablecoins beläuft sich auf 263 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 60 % gegenüber dem Vorjahr, während Standard Chartered vorhersagt, dass der Markt in drei Jahren 2 Billionen US-Dollar erreichen wird. JPMorgan Chase hat sein eigenes digitales Produkt, den JPMorgan Deposit Token, angekündigt.
Stablecoins erleichtern billige und schnelle Transaktionen, während der GENIUS Act festlegt, dass sie vollständig durch sichere, liquide Vermögenswerte gedeckt sein müssen. Große Einzelhändler erwägen die Ausgabe eigener digitaler Währungen.
Tokenisierte Vermögenswerte sind digitale Darstellungen bestehender Vermögenswerte. Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC hat darauf hingewiesen, dass die Regeln für Wertpapiere unabhängig von der Form gelten, die die Vermögenswerte annehmen.