Fitch stuft Frankreich wegen Schulden herunter

Fitch hat das Kreditrating Frankreichs herabgestuft und begründet dies mit fiskalischer Unsicherheit und politischer Instabilität. Die Herabstufung spiegelt Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit Frankreichs wider, sein Haushaltsdefizit bis 2029 unter 3 % zu senken.
Der französische Finanzminister Éric Lombard erklärte, er nehme die Ankündigung "zur Kenntnis", während der neue Premierminister Sébastien Lecornu die Konsultationen zur Verabschiedung des Haushalts fortsetzt.
Frankreich hat die dritthöchste Verschuldung in der Eurozone im Verhältnis zum BIP mit 114,1 % und ein Defizit von 5,8 %. Die Staatsverschuldung Frankreichs ist mit 3,34 Billionen Euro die höchste in der Eurozone. Die Rendite der 10-jährigen französischen Anleihe hat 3,5 % erreicht, den höchsten Wert seit 2009.
Analysten ziehen Vergleiche zur griechischen Schuldenkrise von 2010, aber die meisten glauben, dass "Frankreich nicht Griechenland ist". Es wird jedoch auf den großen öffentlichen Sektor Frankreichs hingewiesen, der 57 % der Wirtschaft ausmacht.
Die Herabstufung wird voraussichtlich Auswirkungen auf die Europäische Union haben, insbesondere im Hinblick auf die Diskussionen über den Finanzrahmen.