Niederlande ebnen den Weg für eine Viertagewoche

Die Niederlande dienen als Fallstudie für die Vorteile reduzierter Arbeitszeiten. Trotz der reduzierten Stunden bleiben die Niederlande dank hoher Produktivität und einer hohen Beschäftigungsquote (82 % Ende 2024) eine der wohlhabendsten Volkswirtschaften in der EU.
Laut Eurostat beträgt die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit 32,1 Stunden, die niedrigste in der EU. Teilzeitarbeit ist weit verbreitet und begann mit der Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt in den 1980er, 1990er und 2000er Jahren.
Es gibt jedoch Herausforderungen. Personalmangel, insbesondere in den Bereichen Bildung und Betreuung, schafft Probleme. Trotz des Anstiegs der Teilzeitbeschäftigung bei Männern haben Frauen immer noch höhere Teilzeitbeschäftigungsquoten, was sich auf ihre Karriere auswirkt. Nur 27 % der Führungspositionen sind von Frauen besetzt.
Bert Colijn, ein Ökonom bei ING, stellt fest, dass die Viertagewoche üblich geworden ist. Die Erfahrungen der Niederlande zeigen, dass die Arbeitsverteilung auf verschiedene Weise organisiert werden kann, es sind jedoch Kompromisse erforderlich.
Quelle: OT.gr