Giorgio Armani wegen irreführender Praktiken mit Geldstrafe belegt

Die italienische Wettbewerbsbehörde hat Giorgio Armani wegen unlauterer Geschäftspraktiken mit einer Geldstrafe von 3,5 Millionen Euro belegt.
Die Anklage bezieht sich auf irreführende Aussagen über die Arbeitsbedingungen bei den Subunternehmern des Unternehmens. Den Feststellungen zufolge gab die Gruppe "irreführende Erklärungen zur ethischen und sozialen Verantwortung" ab, die nicht mit den tatsächlichen Arbeitsbedingungen in den zusammenarbeitenden Produktionsstätten übereinstimmen.
Die Herstellung von Lederwaren und Taschen wurde an Dritte ausgelagert, die sie wiederum an andere Subunternehmer weitergaben. Es wurden illegale Arbeiter und gefährliche Sicherheits- und Gesundheitsbedingungen festgestellt.
Die Giorgio Armani-Gruppe antwortete, dass sie vor dem italienischen Verwaltungsgericht Berufung einlegen werde und bezeichnete die Entscheidung als "bitter und unfair".
Die Untersuchung ist Teil einer umfassenderen Welle von Inspektionen in der italienischen Luxusgüterindustrie.