Griechenland als Energie-Knotenpunkt zwischen Saudi-Arabien und Europa
Der Minister für Umwelt und Energie, Stavros Papastavrou, äußerte die Bereitschaft Griechenlands, als Drehscheibe für den Transport von Elektrizität aus Saudi-Arabien nach Europa zu fungieren. Wie er gegenüber Mega erklärte, möchte Saudi-Arabien in erneuerbare Energiequellen investieren, und Griechenland könne nach dem vertikalen Korridor mit amerikanischem LNG zu einem zweiten Energiekorridor werden.
Während seiner Reise nach Riad beschrieb Herr Papastavrou drei große Konnektivitätsprojekte: die elektrische Verbindung zwischen Griechenland und Saudi-Arabien (Saudi-Greek Interconnector), die Zusammenarbeit in Fragen des grünen Wasserstoffs und den East Med Corridor (EMC).
Herr Papastavrou betonte, dass die Initiativen und Vereinbarungen stets im europäischen Rahmen liegen und mit RepowerEU und der Entscheidung, sich von russischem Erdgas unabhängig zu machen, übereinstimmen. Er verwies auch auf die Energiewende in der Schifffahrt und seine Kontakte zum Executive Vice President der Trump Organization, Eric Trump, bezüglich potenzieller Investitionen in Griechenland.
In Bezug auf die Kohlenwasserstoffforschung erklärte der Minister, dass die ersten seismischen und geophysikalischen Untersuchungen voraussichtlich im Jahr 2026 beginnen werden, nachdem die Verträge mit dem Konsortium Chevron-HelleniqEnergy genehmigt wurden.
Abschließend verwies er auf die Position Griechenlands in der EU in Bezug auf die Energiekosten und betonte, dass das Land bei den Strompreisen für Haushalte unter dem Durchschnitt liegt.