Großbritannien: Sorge um Kapitalflucht nach Steueränderungen

In Großbritannien wächst die Sorge vor einer möglichen Kapitalflucht und einem Exodus wohlhabender Einwohner nach den jüngsten Änderungen in der Steuerpolitik. Britische Medien berichten über einen möglichen 'großen Auszug' an Destinationen wie Dubai, Monaco und Singapur.
Kern des Problems ist die Abschaffung des Non-Dom-Status, der es ausländischen Einwohnern ermöglichte, die Besteuerung von Einkünften außerhalb des Vereinigten Königreichs zu vermeiden. Die Änderungen betreffen auch die Kapitalertragssteuer, die Erbschaftssteuer und die Gebühren für die Übertragung von Immobilien.
Antony Jenkins, ehemaliger CEO von Barclays, warnt davor, dass die Flucht wohlhabender Personen die Steuerbasis des Landes einschränken wird. Erste Daten deuten jedoch auf einen geringeren Trend zur Kapitalflucht hin als erwartet.
Die Opposition äußert Befürchtungen hinsichtlich einer Überbesteuerung, ähnlich den 1970er Jahren, während im Herbst Ankündigungen zu einer möglichen 'Vermögenssteuer' erwartet werden. Die Regierung wird voraussichtlich im Jahr 2027 offizielle Daten zu den Auswirkungen der Änderungen veröffentlichen.