Akamas-Audit: Fehler und Kostenüberschreitungen bei Projekten

Die Rechnungsprüfungsbehörde hat einen Sonderbericht zu vier Verträgen der Forstbehörde herausgegeben, die sich auf die Umsetzung von zwei Maßnahmen des Plans für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Plan, SDP) des Akamas National Forest Park (NFP) beziehen, der vom Programm „THALIA 2021-2027“ mit 16,5 Millionen Euro kofinanziert wird.
Die Maßnahmen betreffen die Verbesserung des Straßennetzes des Parks (Phase A') sowie den Bau und die Verwaltung von vierzehn Infrastrukturknotenpunkten. Der Schwerpunkt der Prüfung lag auf der korrekten Anwendung der Verfahren für Ausschreibung, Vergabe und Vertragsmanagement in Übereinstimmung mit den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Verwaltung und Rechtmäßigkeit. Die Umweltauswirkungen werden in einem späteren Bericht untersucht.
Die Ergebnisse zeigen Mängel und Versäumnisse der Forstbehörde auf, die zu Verzögerungen, zusätzlichen Kosten und der Nichtwahrung des öffentlichen Interesses geführt haben. Bei der Verbesserung des Straßennetzes kam es zu einer Verzögerung bei der Beendigung des Bauvertrags, was zu zusätzlichen Forderungen des Auftragnehmers in Höhe von rund 500.000 Euro und zum Verlust der Möglichkeit führte, Garantien in Höhe von 1 Million Euro zu liquidieren.
Es wurden eine unzureichende Festlegung von Zielen in der Projektstudie, Vergabeverfahren ohne Veröffentlichung und eine Verzögerung bei der Sicherstellung der Umweltverträglichkeitsprüfung für die Infrastrukturknotenpunkte festgestellt, was zu einer Kostensteigerung von 135,3 % und Verzögerungen von 89,86 % über die Vertragslaufzeit hinaus führte. Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit, die Verfahren der Forstbehörde für die effektive Umsetzung von Projekten in Akamas zu verbessern.
Alle Arbeiten in dem Gebiet wurden aufgrund von Umweltproblemen durch Beschluss des Ministerrats ausgesetzt.