Zypern: Neues Gesetz kriminalisiert Handys in Gefängnissen

Ein neuer Gesetzentwurf, der von Justizminister Marios Hartsiotis vorgelegt wurde, kriminalisiert die Einfuhr, den Besitz und die Verwendung von Mobiltelefonen in den zentralen Gefängnissen Zyperns.
Bisher wurde der Besitz von Mobiltelefonen mit Disziplinarmaßnahmen geahndet. Die zunehmende Nutzung von Mobiltelefonen durch Häftlinge für kriminelle Aktivitäten hat jedoch dazu geführt, dass strengere Maßnahmen erforderlich sind.
Der Gesetzentwurf sieht Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe von 5.000 Euro für Häftlinge oder Bürger vor, die versuchen, Mobiltelefone einzuführen. Für Gefängnispersonal beträgt die Freiheitsstrafe bis zu drei Jahre oder eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro oder beides.
Darüber hinaus verlieren Häftlinge, die wegen der Nutzung von Mobiltelefonen verurteilt werden, ihre Privilegien für gutes Verhalten, was sich auf ihre Freilassung auswirkt.
Diese Initiative ist unabhängig von den Plänen zur Einrichtung eines Systems zur Deaktivierung von Mobiltelefonen in Gefängnissen, das vom Verkehrsministerium in Absprache mit dem Justizministerium gefördert wird.