Türkei beschuldigt EU, Griechenland, Zypern wegen türkisch-libyschen Memorandums

Ankara hat schwere Vorwürfe gegen die EU erhoben und sie in Bezug auf das türkisch-libysche Memorandum von 2019 als 'nicht hilfreich für den regionalen Frieden und die Stabilität' bezeichnet. Der Sprecher des türkischen Außenministeriums, Oncu Keceli, reagierte auf die Schlussfolgerungen des Europäischen Rates vom 26. Juni.
Keceli beschuldigte Brüssel seiner Haltung zu dem Memorandum sowie Griechenland und Zypern wegen 'maximalistischer Forderungen'. Er argumentierte, dass die Vereinbarung 'völlig legal' sei und auf internationalem Recht beruhe.
Die türkische Unzufriedenheit wächst auch aufgrund der Aktionen des amerikanischen Unternehmens Chevron, Kohlenwasserstoffe südlich von Kreta zu finden. Die Türkei versucht, diese Aktionen durch eine Vereinbarung mit Libyen zur Öl- und Gasexploration auszugleichen.
Der türkische Energieminister Alparslan Bayraktar traf sich in Istanbul mit seinem libyschen Amtskollegen Khalifa Abdulsadek, was den ersten offiziellen Kontakt nach der Unterzeichnung des Memorandums darstellt.