Politischer 'Stillstand': Krise und Reaktionen im politischen System

In letzter Zeit hat der Begriff 'Stillstand' Eingang in den politischen Wortschatz gefunden, insbesondere im Zusammenhang mit der Außenpolitik. Die Aufmerksamkeit richtet sich jedoch auf den 'Stillstand' in der Funktionsweise des politischen Systems, wobei sich die Krise des repräsentativen Systems vertieft und sich junge Menschen von der Politik entfremden.
Ein charakteristisches Beispiel sind die Ereignisse im Parlament während der Diskussion über Vorschläge zur Einsetzung eines vorläufigen Untersuchungsausschusses im Fall OPEKEPE. Es wurden rechtliche Fragen aufgeworfen, wie z. B. das Fehlen einer ausdrücklichen Bestimmung für ein Quorum und eine nicht persönliche Stimmabgabe, außer in bestimmten Fällen.
Wenn Zweifel aufkommen, entscheidet der Parlamentspräsident, aber die endgültige Entscheidung liegt beim Parlament. Wer entscheidet, ob die Bestimmungen in der Diskussion über OPEKEPE eingehalten wurden? In Griechenland gibt es kein Verfassungsgericht für organisatorische Verfassungsstreitigkeiten, mit dem Ergebnis, dass die aktuelle Regierungsmehrheit entscheidet.
Spyros Vlachopoulos, Professor für Recht an der EKPA, unterstützt die Einrichtung einer unabhängigen Justizbehörde zur Überwachung der Einhaltung der Verfassung. Trotz Einwände gegen die Verrechtlichung tragen die Verfassungsgerichte zum reibungslosen Funktionieren des politischen Systems bei.
Es ist wahrscheinlich, dass die politischen Kräfte diese radikale Veränderung nicht wollen. Die Bürger urteilen jedoch, und der Spielraum für die Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit des politischen Systems ist begrenzt.