Bedenken hinsichtlich der Steuerbefreiung für "Brain Gain" in Zypern

Im parlamentarischen Finanzausschuss wurden Bedenken hinsichtlich des Rechtsrahmens für Steueranreize zur Anwerbung von Fachkräften und zur Rückführung von Zyprioten erörtert.
Die Ausschussvorsitzende Christiana Erotokritou forderte eine öffentliche Konsultation, da der zypriotische Anwaltsverein erklärte, er sei nicht zu Konsultationen mit dem Finanzministerium eingeladen worden.
Es wurden Punkte hinsichtlich der Definition von "Talent" angesprochen und ob diese nur akademische Qualifikationen oder auch Berufserfahrung umfasst. Der Anwaltsverein äußerte Bedenken hinsichtlich der Ungleichbehandlung von Steuerzahlern, während er von der Position des Juristischen Dienstes überrascht war, da er der Ansicht ist, dass die Maßnahmen die "Abwanderung von Fachkräften" verstärken.
KEBE und OEB stimmten dem Anwaltsverein zu und betonten die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Rahmens für die Rückführung von Talenten. Savia Orphanidou, eine DISY-Abgeordnete, betonte die Notwendigkeit strengerer Kriterien und einer Überprüfung des Gesetzentwurfs. Andreas Kaukalias, ein AKEL-Abgeordneter, erklärte, dass der Vorschlag des Finanzministeriums aufgrund fehlender Daten nicht untermauert sei.
Alekos Tryfonidis von DIPA-Cooperation erklärte, dass Raum für Diskussionen und Konsultationen bestehe und weitere Einzelheiten zur strategischen Planung angefordert würden.
Das Finanzministerium erklärte sich bereit, das Gesetz zu überprüfen.