Anke Schlimm: «Extreme Positionen zu Zypern führen zur dauerhaften Teilung»

Die scheidende deutsche Botschafterin in Zypern, Anke Schlimm, betonte die Notwendigkeit, das internationale Interesse an einer dauerhaften Lösung der Zypernfrage zu nutzen und vertrauensbildende Maßnahmen zu verstärken.
Bezüglich des Nahen Ostens betonte Schlimm die klare Position Deutschlands, die das Recht Israels auf Sicherheit und Selbstverteidigung gegen Terroranschläge im Einklang mit dem Völkerrecht unterstützt. Gleichzeitig forderte sie einen sofortigen Waffenstillstand in Gaza und die Freilassung der Geiseln und bestand auf der Bereitstellung humanitärer Hilfe.
Bezüglich der politischen Situation in Zypern äußerte Schlimm gemischte Gefühle und wies auf die anhaltende Teilung der Insel hin, aber auch auf den Ansatz für neue Gespräche durch das überarbeitete Engagement des UN-Generalsekretärs Antonio Guterres und seiner persönlichen Beauftragten Maria Angela Holguin Cuellar.
Schlimm betonte die Bedeutung der Stärkung vertrauensbildender Maßnahmen und unterstützte bikommunale Bildungsinitiativen und die Arbeit des CMP.
Abschließend forderte Schlimm alle Beteiligten auf, die Kommunikationskanäle aufrechtzuerhalten und Initiativen zur praktischen Zusammenarbeit zu unterstützen, auch im Hinblick auf die Präsidentschaft der Republik Zypern im Rat der EU im Jahr 2026.