Wahlen in Guyana: Verwaltung der Öleinnahmen steht auf dem Spiel

Guyana, der jüngste „Petrostaat“ der Welt, steht am 1. September vor einer entscheidenden Wahl, bei der es um die Verwaltung der Öleinnahmen geht. Die Wahl wird bestimmen, wie Milliarden von Dollar aus der aufstrebenden Ölindustrie verteilt werden.
Präsident Irfaan Ali strebt eine zweite Amtszeit an und schlägt Investitionen in die Infrastruktur vor, während sich die Opposition auf die soziale Wohlfahrt konzentriert. Ein dritter Kandidat, Azruddin Mohamed, verspricht populistische wirtschaftliche Vorteile.
Die Entdeckung von Öl durch ExxonMobil hat Guyana verändert, wobei sich das BIP zwischen 2019 und 2024 verfünffacht hat und 25 Milliarden US-Dollar erreicht. Es wird prognostiziert, dass die staatlichen Öleinnahmen in den nächsten fünf Jahren 41 Milliarden US-Dollar erreichen werden.
Trotz des Wachstums haben viele Bürger keine Verbesserung ihres Lebensstandards festgestellt, da die Lebenshaltungskosten steigen. Mohamed und Oppositionsführer Aubrey Norton haben zugesagt, das Abkommen mit ExxonMobil neu zu verhandeln, während die Regierung von Ali diese Möglichkeit ablehnt.