UN-Bericht: "Viele Empfehlungen zu vermissten Personen in Zypern nicht umgesetzt"

Ein Bericht des Büros des UN-Hochkommissars für Menschenrechte hebt hervor, dass die Teilung Zyperns weiterhin negative Auswirkungen auf die Menschenrechte hat. Der Bericht umfasst den Zeitraum vom 1. Dezember 2024 bis zum 30. November 2025.
Beide Seiten werden aufgefordert, ihre Bemühungen um formelle Verhandlungen mit dem Ziel einer umfassenden Lösung der Zypernfrage zu erneuern. Der Bericht betont, dass die Überwachung der Lage im nördlichen Teil der Insel weiterhin eingeschränkt ist.
Der Bericht untersucht Menschenrechtsfragen in Zypern, wie das Recht auf Leben, die Frage der vermissten Personen, die Freizügigkeit und die Eigentumsrechte. Familien von vermissten Personen äußerten sich enttäuscht über die langsamen Fortschritte bei der Suche. Viele Empfehlungen wurden nur teilweise umgesetzt oder sind noch nicht umgesetzt.
Der Bericht stellt fest, dass Kinder aus gemischten Ehen weiterhin mit Verzögerungen in Staatsbürgerschaftsfragen konfrontiert sind. Die Freizügigkeit ist weiterhin problematisch, mit langen Warteschlangen in Agios Dometios. Mindestens 32 Fälle von Zurückweisung von Personen, die internationalen Schutz benötigen, wurden aus dem nördlichen Teil Zyperns registriert.
Der Sicherheitsrat und die Europäische Union fordern weiterhin die sofortige Rücknahme einseitiger Maßnahmen in Varosha.
Das OHCHR betont, dass die Teilung Zyperns weiterhin das größte Hindernis für die Verwirklichung der Menschenrechte darstellt.