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Rechnungshof beanstandet Transparenzprobleme beim Projekt Digitaler Bürger

By Staff
Rechnungshof beanstandet Transparenzprobleme beim Projekt Digitaler Bürger
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Der Rechnungshof hat bei der Direktvergabe des Projekts „Digitaler Bürger“ Transparenzprobleme festgestellt und Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und Gleichbehandlung geäußert. Das Amt hinterfragt, ob das Verfahren einen gesunden Wettbewerb gewährleistet hat.

Nach Ansicht des Rechnungshofs wäre es die beste Vorgehensweise gewesen, das Projekt von Anfang an gemeinsam von Zypern und Griechenland zu vergeben, bevor Griechenland eine separate Ausschreibung für das „gov.gr wallet“ durchführte. Es werden Bedenken geäußert, dass solche zwischenstaatlichen Vereinbarungen dazu genutzt werden könnten, Verfahren für öffentliche Aufträge zu umgehen.

Die Rechtmäßigkeit des Verfahrens wurde in Frage gestellt, wobei der Juristische Dienst drei Tage vor der Unterzeichnung des Vertrags eine Stellungnahme abgab, was den Eindruck erweckte, dass der Umsetzungsweg vorgezeichnet war. Es gibt Hinweise darauf, dass die Arbeiten am „Digitalen Bürger“ bereits vor der Unterzeichnung der Absichtserklärung begonnen hatten.

Die Projektkosten belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro, ohne Kostenschätzung oder detaillierte Kostenaufstellung zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung. Der Rechnungshof weist auch auf rechtliche Bedenken und Unklarheiten im Vertrag sowie auf Fragen bezüglich des Hosting-Standorts der Anwendung hin.

Es wird erwartet, dass die endgültigen Kosten aufgrund zusätzlicher Ausgaben 1,5 Millionen Euro übersteigen werden. Der Rechnungshof äußert Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Projekts und der potenziellen Abhängigkeit von bestimmten Subunternehmern.