Fidias: Zypern-Frage keine Priorität für Agora App-Nutzer

Der Europaabgeordnete Fidias Panayiotou, Leiter der Bewegung Direkte Demokratie, sprach mit Sigma über den Kandidatenauswahlprozess über die Agora App.
Herr Panayiotou erklärte, dass eine Handywahl zur Auswahl der 56 Kandidaten der Bewegung im Gange sei. Seinen Angaben zufolge wurden 212 Nominierungen eingereicht und die Abstimmung erfolgt nach Bezirken. Die Ergebnisse werden am Sonntag in Limassol bekannt gegeben.
Der Europaabgeordnete gab an, dass rund 35.000 Bürger die App heruntergeladen haben und 11.000 bereits abgestimmt haben.
Auf Fragen zur Umsetzung der direkten Demokratie antwortete Herr Panayiotou mit einem 'Hybridmodell', bei dem gewählte Vertreter Entscheidungen treffen, aber die Meinung der Bürger durch Abstimmungen zu kritischen Themen eingeholt wird.
Bezüglich der Kritik am 'digitalen Marketing' betonte Panayiotou, dass das Ziel eine stärkere Beteiligung der Bürger am politischen Prozess sei.
In Bezug auf die von den Bürgern über die App ermittelten Prioritäten stellte Herr Panayiotou fest, dass das Hauptproblem hohe Preise sind, gefolgt von Einwanderung und Bildung.
Besonders hervorzuheben ist sein Hinweis auf die Zypern-Frage, die nicht zu den obersten Prioritäten der App-Nutzer gehört.
Er erklärte, dass es vor Entscheidungen über die Zypern-Frage Konsultationen zwischen Kandidaten und Bürgern geben werde.