Kritische Analyse des demokratischen Systems in Zypern (1960)

Eine kritische Analyse der Implementierung des demokratischen Systems in Zypern nach seiner Unabhängigkeit im Jahr 1960 untersucht die Herausforderungen und Dysfunktionen, die aufgetreten sind.
Der Artikel betont die Notwendigkeit eines gut organisierten Systems, in dem die Macht von vielen zum Wohle der Öffentlichkeit ausgeübt wird. Er verweist auf die Gewaltenteilung (Exekutive, Legislative, Judikative), wie sie in der Verfassung von Zypern definiert ist, als notwendige Bedingung für die Rechtsstaatlichkeit.
Die Analyse konzentriert sich auf die gegenwärtige Form der Demokratie als 'Demokratie der Parteien', in der staatliche Positionen hauptsächlich von Mitgliedern aktiver Parteien besetzt werden. Sie untersucht, ob das Recht auf Kandidatur wirklich für alle Bürger zugänglich ist, und stellt die Chancengleichheit in Frage.
Die Schwierigkeit unabhängiger Kandidaten, gewählt zu werden, und die Abhängigkeit von der Unterstützung der Partei werden festgestellt. Die Kritik konzentriert sich auf die Priorität des Parteiinteresses gegenüber dem öffentlichen Interesse sowie auf die 'krankhafte' Aufrechterhaltung der Unfehlbarkeit der Parteien.
Darüber hinaus wird die Ausübung der Opposition analysiert, die oft in böser Absicht für Parteiinteressen erfolgt. Die Legislative wird als oberste demokratische Institution im Lichte des Einflusses der Partei auf die Entscheidungen der Parlamentarier untersucht.
Schließlich verweist der Artikel auf die klientelistische Beziehung zwischen Parteien und Bürgern sowie auf die Notwendigkeit, das politische System zu modernisieren.