Zypern: Wachsende Reaktionen auf britische Basen nach Angriff

Auf Zypern werden zunehmend Reaktionen auf die Präsenz britischer Militärbasen verzeichnet, insbesondere nach dem jüngsten Drohnenangriff auf die Basis Akrotiri. Laut einem Bericht in der Zeitung Guardian weist die Korrespondentin Elena Smith darauf hin, dass der Vorfall die Befürchtungen einer Verwicklung des Landes in die Krise im Nahen Osten verstärkt hat.
Hunderte von Demonstranten versammelten sich am Samstag in Nikosia, um ihren Widerstand gegen die britischen Basen auszudrücken und deren Abzug zu fordern. Die Demonstranten marschierten zum Präsidentenpalast und riefen Parolen und hielten Transparente.
Der Außenminister von Zypern, Konstantinos Kombos, erklärte, dass die iranische Drohne aus dem Libanon gestartet wurde, was die Bedenken Nikosias hinsichtlich eines potenziellen Ziels militärischer Einrichtungen in einem umfassenderen regionalen Konflikt bestätigt.
Wenige Stunden nach dem Angriff wurden zwei weitere Drohnen im Seegebiet vor Zypern entdeckt und abgefangen, die angeblich ebenfalls aus dem Libanon gestartet wurden.
Regierungsbeamte haben betont, dass Zypern nicht an Militäroperationen beteiligt ist und seine Rolle als stabilisierender und humanitärer Faktor in der Region aufrechterhalten will, wobei die britischen Basen das Hauptziel potenzieller Angriffe sind.
Viele Beamte betrachten die jüngste Krise als die größte sicherheitspolitische Herausforderung für Zypern seit 1974.