OSZE äußert Bedenken bezüglich des Versammlungsgesetzes in Zypern

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat Bedenken hinsichtlich des zypriotischen Gesetzes über öffentliche Versammlungen und Aufmärsche geäußert, das am 10. Juli 2025 verabschiedet wurde. Laut einem Rechtsgutachten des ODIHR (Büro für Demokratische Institutionen und Menschenrechte der OSZE) erlegt das Gesetz den Organisatoren übermäßige Verpflichtungen auf, beinhaltet willkürliche Beschränkungen und sieht unverhältnismäßige Strafen vor.
Irene Charalambidou, Vorsitzende des parlamentarischen Menschenrechtsausschusses, hatte den Gesetzentwurf zur Bewertung an die OSZE geschickt. Das Gutachten der OSZE bestätigt die Bedenken hinsichtlich der Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards durch das Gesetz.
Insbesondere hebt das Gutachten das Fehlen von Rechenschaftsmechanismen für das Handeln der Polizei und die begrenzten Möglichkeiten für Rechtsmittel hervor. Frau Charalambidou beabsichtigt, ein Treffen mit dem Justizminister zu beantragen, um die notwendigen Änderungen des Gesetzes zu erörtern.