Tatar: Wir erkennen Hahns Ernennung durch die EU nicht an

Der türkisch-zyprische Führer Ersin Tatar erklärte, er erkenne die Ernennung von Johannes Hahn zum EU-Sonderbeauftragten nicht an und es werde im Rahmen dieser Ernennung keinen Kontakt oder Gespräche geben.
In einer schriftlichen Erklärung erklärte Herr Tatar, die Ernennung sei eine interne Angelegenheit der EU und habe keine Gültigkeit für die türkisch-zyprische Seite. Er behauptete auch, dass der Präsident der Republik Nikos Christodoulides die Ernennung als persönlichen Sieg darstelle und versuche, Hahn mit dem persönlichen Gesandten des UN-Generalsekretärs gleichzusetzen.
Tatar argumentierte, dass die EU nicht Teil des Zypern-Prozesses sei und ohne Zustimmung der türkisch-zyprischen Seite nicht Teil einer Gleichung sein könne. Er erwähnte auch, dass der Prozess für die sechs in Genf vereinbarten Initiativen unter der Schirmherrschaft des UN-Generalsekretärs und unter der Verantwortung seiner persönlichen Gesandten Maria Angela Holguin fortgesetzt werde.
Der türkisch-zyprische Führer schloss mit den Worten, dass das türkisch-zyprische „Volk“ eine Vision einer Lösung verteidige, die auf der Grundlage souveräner Gleichheit und gleichem internationalem Status gebildet werde.