Institutioneller Konflikt um Korruptionsfälle in Zypern

Ein institutioneller Konflikt ist zwischen der Antikorruptionsbehörde und dem Generalstaatsanwalt über den Fortschritt von drei Korruptionsfällen ausgebrochen. Die Behörde berichtete, dass Fälle an den Juristischen Dienst geschickt wurden, ohne dass weitere Maßnahmen ergriffen wurden, was eine Reaktion des Generalstaatsanwalts auslöste.
Ein Mitglied der Behörde, Makis Konstantinidis, erklärte vor dem parlamentarischen Ausschuss, dass drei Korruptionsfälle an den Juristischen Dienst weitergeleitet wurden, aber nicht weiterverfolgt wurden. Generalstaatsanwalt Giorgos Savvidis antwortete öffentlich und forderte eine Klarstellung dieser Fälle.
Nach Angaben der Behörde wurden von 530 Beschwerden 238 gründlich geprüft und 14 als korruptionsverdächtig eingestuft. Drei Fälle wurden an den Generalstaatsanwalt geschickt, während sich die übrigen in verschiedenen Stadien befinden. Die drei Fälle betrafen die Polizei und dieselbe Person.
Der Konflikt wirft Fragen nach der Wirksamkeit der Kontrollmechanismen auf und warum bestimmte Akten nicht weiterverfolgt wurden. Die Behörde wird voraussichtlich im September einen neuen Bericht veröffentlichen.