Türkische Feierlichkeiten zu den Bombenanschlägen von Tillyria 1964 in Zypern

Türkische Quellen feierten den Jahrestag der Bombenanschläge von Tillyria 1964 in Zypern, was zu Gedenkgottesdiensten in den freien Gebieten führte. Busse mit türkischen Zyprioten passierten von den besetzten Gebieten aus den Kontrollpunkt Limniti, um an Veranstaltungen in der türkisch-zypriotischen Enklave Kokkina teilzunehmen.
Laut Andreas Karos, dem Präsidenten des Komitees für die Öffnung der Tillyria-Kontrollpunkte, passierten etwa 50 Busse mit 900 bis 1000 Personen in Begleitung der UN-Friedenstruppe die besetzten Gebiete. Die Republik Zypern erlaubt die Passage als Geste des guten Willens.
Auch der Besatzungsführer Ersin Tatar nahm an den Veranstaltungen teil und traf mit einem Hubschrauber in der Gegend ein. Die „Zeremonie“ umfasste Kranzniederlegungen, Reden und Gebete.
Die Bombenanschläge von Tillyria im Jahr 1964 durch die türkische Luftwaffe mit Napalmbomben zielten auf die Enklave Kokkina ab und forderten Dutzende Tote, hauptsächlich Zivilisten. Die türkische Intervention endete mit einer Resolution des UN-Sicherheitsrates und einer Intervention der USA.
Die Enklave Kokkina bleibt unter türkischer Kontrolle.