Psychisch Kranke in Zypern: Verzögerungen bei der Behandlung

Der Gesundheitsausschuss des Parlaments erörterte die Probleme von Patienten mit psychischen Problemen, wobei Angehörige erklärten, sie fühlten sich hilflos. Es wurden Fälle berichtet, in denen Personen mit potenziellen psychischen Problemen stundenlang in Gewahrsam oder in Polizeiautos blieben und auf eine Anordnung für ihre Einweisung in ein Krankenhaus warteten.
Auch die Nationale Strategie für psychische Gesundheit und der Fortschritt des neuen Athalassa-Krankenhauses wurden diskutiert. Die erste Phase ist abgeschlossen, während sich die zweite Phase, deren Kosten auf rund 40 Millionen geschätzt werden, im Stadium der Machbarkeitsstudie befindet.
Die Abgeordnete Savia Orphanidou erklärte, dass psychische Probleme die größte Geißel der Zeit seien und dass der Staat Patienten und Familien unterstützen müsse. Sie betonte die Notwendigkeit der Prävention von klein auf und erwähnte die Vorschläge von DISY für Schulkrankenschwestern und Vorsorgeuntersuchungen.
Der AKEL-Abgeordnete Christos Christofias erwähnte, dass die Umsetzung der nationalen Strategie nicht ausreichend überwacht wurde und dass eine Verbesserung der psychiatrischen Dienste erforderlich sei. Er verwies auch auf die Verzögerungen beim Wiederaufbau des Athalassa-Krankenhauses.
Der DIKO-Abgeordnete Chrysanthos Savvidis betonte, dass die Regierung die Nationale Strategie für psychische Gesundheit 2025-2028 umsetzt und begrüßte den Fortschritt der zweiten Phase des Athalassa-Krankenhauses. Er verwies auch auf die Notwendigkeit, mehr psychologische Fachrichtungen in das GHS (GESY) aufzunehmen.
Der DIPA-Abgeordnete Michalis Yakoumi betonte, dass die Gesetzgebung zur psychiatrischen Krankenhausbehandlung veraltet sei und dass die Patienten der Gnade Gottes ausgeliefert seien. Er forderte eine Überarbeitung der Gesetzgebung, da Menschen in Gefängniszellen oder Polizeiautos festgehalten werden und auf eine Entscheidung über ihre Krankenhausbehandlung warten.