UNICEF: Sechs Millionen weitere Kinder riskieren Schulverlust

UNICEF warnt, dass bis Ende 2026 etwa sechs Millionen Kinder den Zugang zur Schule verlieren könnten, da die internationale Hilfe für Bildung erheblich gekürzt wird.
Laut der Analyse von UNICEF werden die öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen (ODA) für Bildung voraussichtlich um 3,2 Milliarden US-Dollar sinken, was einem Rückgang von 24 % gegenüber 2023 entspricht. Fast 80 % dieser Kürzung sind auf Kürzungen zurückzuführen, die von drei Ländern angekündigt wurden: den USA, Deutschland und Frankreich.
UNICEF schätzt, dass bis 2026 weitere 6 Millionen Kinder Gefahr laufen, keine Schule besuchen zu können, wobei 30 % in humanitären Notlagen leben. Die Exekutivdirektorin von UNICEF, Catherine Russell, betonte, dass die Kürzung von Bildungsgeldern die Zukunft der Kinder gefährdet.
Besondere Besorgnis gilt Ländern, die mit humanitären Krisen konfrontiert sind, wie Haiti, Somalia und den palästinensischen Gebieten, wo 10 % des nationalen Bildungshaushalts verloren gehen könnten. Darüber hinaus könnten 350.000 Rohingya-Kinder dauerhaft den Zugang zu Bildung verlieren.
UNICEF warnt auch vor den Auswirkungen auf Mädchen aufgrund von Kürzungen bei Programmen und dem Bau von Toiletten. Zentral- und Westafrika sind am stärksten gefährdet, da 1,9 Millionen Kindern der Verlust des Schulbesuchs droht.
Darüber hinaus sind weltweit 290 Millionen Kinder gefährdet, eine Verschlechterung der Qualität ihrer Bildung zu erfahren.