Chartiotis: Jede dritte Frau in Europa hat Gewalt erlebt

Auf europäischer Ebene hat jede dritte Frau irgendeine Form von Gewalt erlebt, so der Minister für Justiz und öffentliche Ordnung, Marios Chartiotis. Nur jede achte Frau meldet den Vorfall der Polizei.
Die Daten wurden auf einer Pressekonferenz in Nikosia anlässlich des Starts einer gesamtzyprischen Sensibilisierungskampagne zur Prävention und Bekämpfung von Sexismus vorgestellt. Die Kommissarin für Gleichstellung der Geschlechter, Josie Christodoulou, verwies auf eine Umfrage von Amnesty International, die ergab, dass 46 % der Frauen, die Online-Missbrauch erlebt hatten, angaben, dass dieser frauenfeindlich oder sexistisch war.
Marios Chartiotis betonte, dass die Förderung der Gleichstellung eine zentrale Priorität der Regierung sei. Er wies darauf hin, dass Sexismus das Opfer körperlich, psychisch und sozioökonomisch schädigen könne. Zu den Zielen der Kampagne gehören die Sensibilisierung für Sexismus, einschließlich Online-Sexismus, und die Sensibilisierung für die Notwendigkeit eines sozialen Wandels.
Josie Christodoulou stellte fest, dass Sexismus in den sozialen Medien einen besorgniserregenden Anstieg verzeichnet. Sie erwähnte auch, dass ihr Büro zwei Beschwerden bezüglich des Gesetzes gegen Sexismus vorliegen.
Im Rahmen der zyprischen Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union im Jahr 2026 wurde die Online-Gewalt gegen Mädchen im Alter von 13 bis 18 Jahren als Priorität festgelegt.