Entwaldung: Eine halbe Million Todesfälle in 20 Jahren

Die Entwaldung führt zu steigenden Temperaturen in tropischen Regionen, was zu einem Anstieg der Todesfälle durch hitzebedingte Krankheiten führt. Eine neue Studie im Fachmagazin Nature Climate Change schätzt, dass die Entwaldung in tropischen Gebieten jährlich 28.330 Todesfälle verursacht.
Forscher verglichen die Sterblichkeitsraten in Gebieten, die von tropischer Entwaldung betroffen sind, und stellten fest, dass zwischen 2001 und 2020 etwa 345 Millionen Menschen in tropischen Regionen unter der lokalen Erwärmung durch Entwaldung litten. Bei 2,6 Millionen von ihnen erhöhte die zusätzliche Erwärmung die Temperaturen, denen sie ausgesetzt waren, um 3 Grad Celsius.
Professor Dominic Spracklen von der Universität Leeds betonte, dass "Entwaldung tötet", und hob die lokalen Risiken hervor, die in der globalen Klimadebatte oft übersehen werden.
Die Studie weist darauf hin, dass die Erhaltung von Wäldern Leben retten und die landwirtschaftliche Produktion ankurbeln könnte, da Wälder die Temperatur regulieren, Niederschläge bringen und die Landwirtschaft unterstützen.