Delhi: Zwei-Monats-Frist zur Sammlung von Straßenhunden

Der Oberste Gerichtshof Indiens hat den Behörden von Delhi eine Frist von zwei Monaten gesetzt, um alle Straßenhunde aus der Stadt und ihren Vororten einzusammeln und in Tierheime umzusiedeln. Die Entscheidung folgt auf Berichte über eine Zunahme von Hundebissen und Tollwutfällen.
Das Gericht äußerte sich besorgt über die zunehmende Bedrohung durch Hundebisse, die zu Tollwut führen, und gab den Beamten acht Wochen Zeit. Schätzungen zufolge erreicht die Zahl der Straßenhunde in Delhi eine Million.
Die Tierheime müssen mit Sterilisations- und Impfeinrichtungen sowie mit Überwachungskameras ausgestattet sein. Die Richter entschieden, dass sterilisierte Hunde nicht an öffentlichen Orten freigelassen werden dürfen.
Tierschutzorganisationen haben Bedenken geäußert und argumentiert, dass der Zeitplan unrealistisch sei, da die meisten Städte in Indien nicht über die erforderliche Kapazität an Tierheimen verfügen.
Nach Angaben der Regierung wurden im Jahr 2024 landesweit 3,7 Millionen Fälle von Hundebissen registriert. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jedes Jahr 18.000 bis 20.000 Menschen an Tollwut sterben.