Ehrgeiziger Plan zur Rettung eines Alpendorfs vor dem Klimawandel

Ein ehrgeiziger Plan ist im Gange, um das Dorf Pralognan-la-Vanoise in den französischen Alpen vor den Auswirkungen des Klimawandels zu retten. Das Dorf ist aufgrund der Gletscherschmelze zunehmenden Risiken durch Lawinen, Erdrutsche und Überschwemmungen ausgesetzt.
Kürzlich wurde ein riesiger See entdeckt, der durch das Schmelzen eines Gletschers oberhalb von Pralognan entstanden war, was Befürchtungen vor einer möglichen Überschwemmung aufkommen ließ. Um dem entgegenzuwirken, graben Arbeiter einen „Überlaufkanal“ in Grand Marchet in einer Höhe von 2.900 Metern, um das Wasser sicher abzuleiten.
David Binet, Direktor des Dienstes für die Wiederherstellung von Berggebieten (RTM), erklärte, dass das Ziel darin bestehe, dem Wasser zu helfen, allmählich seinen Weg nach unten zu finden und eine schnelle Entleerung des Sees zu vermeiden. Die Operation, die etwa 400.000 Euro kostet, soll bis Ende des Sommers abgeschlossen sein.
Der 66-jährige Bernard Vion, ein Bergführer, entdeckte den See erstmals im Jahr 2019 und beobachtet seitdem sein Wachstum. Er weist darauf hin, dass der Berg heute ganz anders ist als vor 50 Jahren, mit einer erhöhten Häufigkeit von Erdrutschen und der Bildung von Seen.
Die Bürgermeisterin von Pralognan, Martine Blanc, betonte, dass Präventivmaßnahmen ergriffen werden und äußerte die Hoffnung, dass das Problem gelöst wird, trotz der Tatsache, dass die Natur Natur ist und es kein Nullrisiko gibt.