Google räumt verspätete Erdbebenwarnungen in der Türkei ein

Google hat eingeräumt, dass sein Android-Frühwarnsystem für Erdbeben Millionen von Menschen in der Türkei während der verheerenden Erdbeben von 2023 nicht rechtzeitig benachrichtigt hat.
Das Unternehmen gab an, dass etwa 10 Millionen Menschen im Umkreis von 150 Kilometern um das Epizentrum eine hochstufige Warnung hätten erhalten sollen, die ihnen bis zu 35 Sekunden Zeit gegeben hätte, um sich in Sicherheit zu bringen. Stattdessen wurden während des ersten Erdbebens der Stärke 7,8 nur 469 „Take Action“-Nachrichten gesendet.
Google-Forscher berichteten, dass das System das erste Erdbeben falsch berechnet und ein leichtes Beben der Stärke 4,5 bis 4,9 anstelle von 7,8 geschätzt habe. Das System versäumte es auch, das zweite Erdbeben ähnlicher Stärke genau einzuschätzen. Dieses Mal wurden etwa 8.000 hochstufige Warnungen und über 4 Millionen einfache Warnungen gesendet.
Im Nachhinein stellten die Forscher fest, dass 10 Millionen hochstufige Warnungen gesendet worden wären, wenn der Algorithmus beim ersten Erdbeben korrekt funktioniert hätte.
Das Android-Erdbebenwarnsystem ist in 100 Ländern verfügbar, darunter Griechenland.