Klimakrise: Tourismussteuern steigen zum Schutz der Umwelt

Da sich die Klimakrise verschärft, erheben viele beliebte Touristenziele neue Steuern für Besucher, um den Umweltschutz zu finanzieren. Diese Gebühren werden oft in die Unterkunft, Tickets oder den Eintritt zu Schutzgebieten integriert.
Hawaii beispielsweise führte nach den verheerenden Bränden von 2023 eine grüne Gebühr ein und erhöhte die Beherbergungssteuern um 0,75 %, um jährlich 100 Millionen US-Dollar einzunehmen. Dieses Geld ist für die Brandbekämpfung, die Wiederherstellung von Riffen und die Anpassung an die Klimakrise vorgesehen.
Griechenland ersetzte im Januar 2024 die Übernachtungssteuer durch die Klimakrisenresilienzgebühr, wobei die Gebühren je nach Hotelkategorie und Saison zwischen 0,50 und 10 Euro pro Nacht liegen. Ziel ist es, jährlich 400 Millionen Euro für Wasserinfrastruktur, Katastrophenschutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen zu sichern.
Ähnliche Maßnahmen wurden in Bali, den Malediven und Neuseeland ergriffen. Die Transparenz bei der Verwendung dieser Steuern ist entscheidend, um das Vertrauen der Touristen aufzubauen und ihre Wirksamkeit sicherzustellen.
Experten betonen, dass Nachhaltigkeit in den Tourismusbetrieb und die Dienstleistungen integriert werden sollte, um sie zur naheliegenden Wahl für Reisende zu machen. Der Übergang vom Tourismus als Konsum zum Tourismus als Zusammenarbeit ist für eine nachhaltige Zukunft unerlässlich.