EU startet neue Initiative zur internationalen CO2-Bepreisung

Die EU startet eine neue Initiative zur Förderung der internationalen CO2-Bepreisung im Vorfeld der Einführung der CO2-Grenzausgleichsmaßnahme. Die Europäische Kommission hat mit über 40 Ländern zusammengearbeitet, um die Effektivität der aufstrebenden Kohlenstoffmärkte, insbesondere in China und Indien, zu fördern.
Mindestens drei Länder haben bereits Gesetze zur Schaffung von Emissionshandelssystemen (ETS) verabschiedet. Brasilien und die Türkei haben Gesetze für Kohlenstoffmärkte verabschiedet, während Japan auf ein obligatorisches System umstellt.
China hat sein Emissionshandelssystem im März erweitert und deckt nun auch Sektoren wie Aluminium, Stahl und Zement ab, die von der CO2-Grenzausgleichssystem (CBAM) der EU betroffen sind. Das Land entwickelt außerdem einen Rahmen für die CO2-Bilanzierung mit spezifischen Standards, der bis Ende 2025 fertiggestellt werden soll.
EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra betonte, dass die Erkenntnis der Wirksamkeit von ETS und die Auswirkungen der CO2-Steuer die Länder ermutigen, eigene Systeme einzuführen. Die EU wird ein entsprechendes Grundsatzpapier und einen Bericht veröffentlichen.
Brasilien, das die COP30 ausrichten wird, strebt einen stärker kooperativen Ansatz bei der globalen CO2-Bepreisung an und schlägt die Schaffung einer internationalen „Koalition“ mit gemeinsamen Standards vor. Es schlägt außerdem vor, die CO2-Grenzgebühren für einkommensschwache Länder zu senken und die Einnahmen zur Finanzierung des Klimaschutzes in Entwicklungsländern zu verwenden.
EU-Beamte haben auf die Schwierigkeiten hingewiesen, eine Konvergenz zwischen den CO2-Bepreisungssystemen herzustellen. Rafael Dubeux argumentierte jedoch, dass die EU von der Teilnahme an einem umfassenderen Plan profitieren würde.