Müll: Ein globales Problem und der 'Imperialismus des Mülls'

Das Problem der Abfallwirtschaft ist nach wie vor global und hat schwerwiegende ökologische und soziale Folgen. Nach jedem Brand in Zypern werden illegale Mülldeponien aufgedeckt, was auf einen Mangel an Kultur und angemessenen Managementstrukturen zurückzuführen ist.
Der Journalist Alexander Klapp beschreibt in seinem Buch 'Der Krieg des Mülls, Berichte von den Mülldeponien der Welt' den 'Imperialismus des Mülls'. Er bezieht sich auf Bilder aus Afrika, China und der Türkei, wo die Abfallwirtschaft enorme Probleme verursacht.
Ein typisches Beispiel ist Agbogbloshie in Ghana, eine Slumstadt, die Tausende von Tonnen beschädigter Elektronik aus Europa und den Vereinigten Staaten erhält. Die Abfälle werden zerlegt und verbrannt, was zu schwerwiegenden Umweltverschmutzungs- und Gesundheitsproblemen für die Bewohner führt.
Bis 2018 nahm China einen Großteil des europäischen Kunststoffs auf. Heute ist die Türkei der größte Empfänger, was dazu führt, dass große Mengen an Kunststoff in Flüssen landen oder verbrannt werden, wie beispielsweise in Izmir. Klapp argumentiert, dass häufige Brände in Recyclingzentren kein Zufall sind, da sie eine einfache Möglichkeit sind, Abfall zu entsorgen.