Über 70 Tiger sterben in thailändischem Park: Untersuchungen zu Hühnchen

Die Behörden in Thailand untersuchen den Tod von 72 Tigern in einem Touristenpark in Chiang Mai. Proben zeigten das Vorhandensein des Carre-Krankheitsvirus. Eine Kontamination durch infiziertes Hühnchen wird als mögliche Ursache untersucht.
Die Tiger waren in zwei Einrichtungen im Tiger Kingdom Chiang Mai untergebracht. Die örtliche Viehwirtschaftsbehörde gab bekannt, dass die toten Tiere positiv auf das Carre-Krankheitsvirus getestet wurden, eine tödliche Krankheit. Erste Tests deuteten auch auf eine mögliche Infektion mit felinem Parvovirus hin.
Das Carre-Virus ist ansteckend und befällt die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt und das Nervensystem. Darüber hinaus gab das Provinzbüro für Viehwirtschaft in Chiang Mai bekannt, dass Proben der toten Tiger auch positiv auf ein Bakterium getestet wurden, das mit Atemwegsinfektionen in Verbindung steht.
Im Jahr 2004 galt rohes Hühnchen als Ursache für eine Vogelgrippe-Epidemie in einem Tigerzoo in der Provinz Chonburi. Tierrechtsorganisationen argumentieren, dass der Fall die Lebensbedingungen von Tigern hervorhebt, die in Thailand für touristische Unterhaltung genutzt werden.