Das ETS funktioniert: Das EU-Emissionshandelssystem beibehalten

Das Emissionshandelssystem (ETS) der Europäischen Union hat durch die Festlegung eines Preises für Kohlendioxid, der derzeit bei rund 70 Euro pro Tonne liegt, erheblich zur Bekämpfung des Klimawandels beigetragen. Dies bietet Unternehmen starke Anreize, in den grünen Wandel zu investieren.
Das ETS hat die Treibhausgasemissionen seit 2005 um etwa 50 % reduziert, eine Reduktion von etwa 1 Milliarde Tonnen pro Jahr. Es stärkt auch die Energieunabhängigkeit der EU und generiert Einnahmen von über 40 Milliarden Euro jährlich.
Es wird erwartet, dass die Einnahmen steigen werden, wenn die Abdeckung erweitert wird und die kostenlosen Zuteilungen für Sektoren wie die Chemie- und Stahlindustrie schrittweise abgeschafft werden. Die EU will diese Mittel in Regionen lenken, die Schwierigkeiten mit dem grünen Wandel haben, sowie in Investitionen in saubere Technologien.
Industrien, die von dem Verlust des billigen russischen Erdgases und dem Wettbewerb aus China betroffen sind, drängen auf eine Schwächung des Systems. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass das ETS kein Hindernis für das Wirtschaftswachstum darstellt.
Die EU hat die Einbeziehung von Gebäuden und Straßentransporten bereits verschoben. Sie erwägt weitere Zugeständnisse, wie z. B. die Verlängerung der kostenlosen Emissionszertifikate. Eine Schwächung des ETS würde die Anreize zur Dekarbonisierung untergraben.
Das System bedarf einer Verbesserung und einer besseren Verwaltung. Die Mitgliedstaaten müssen die Einnahmen wie geplant ausgeben, die Wähler beruhigen und gleiche Wettbewerbsbedingungen für EU-Unternehmen gewährleisten.
Das ETS ist eine bedeutende Errungenschaft und sollte beibehalten und verbessert werden. Bericht – Bearbeitung: Λυδία Ρουμποπούλου